Plankton

Reunion vertagt

23. January 2021
Leider macht Corona unseren Proben in diesem Winter einen Strich durch die Rechnung, weshalb unser Konzert vom 27. Februar am Molton-Festival im Theater am Gleis Winterthur nicht stattfinden kann. 😱

Das Festival wird als Live-Streaming dennoch durchgefĂŒhrt, Dachs springen fĂŒr uns ein. Infos folgen hier: www.molton.ch

Bereits gekaufte Tickets können rĂŒckerstattet oder fĂŒrs Streaming-Festival eingetauscht werden.

Back in Business

9. November 2020
Plankton spielt am 27. Februar 2021 am Molton-Festival im Theater am Gleis Winterthur.

Gerade als man denkt, das Jahr 2020 habe einem schon genug Überraschungen beschert, kĂŒndigt sich ein Plankton-Konzert an. Es bleibt zum GlĂŒck noch etwas Zeit, die Instrumente zu entstauben und die alten Gassenhauer aufzufrischen, bevor die Truppe nach zehnjĂ€hriger Pause zusammen mit «Rita und Betty» am Molton-Festival im Theater am Gleis auftritt.

Tickets gibt's bei www.ticketino.com.

Musik

Videos

Die wo nid chönd Tschutte

DĂ©jĂ  vu

Band

Reto Karli Gesang, Gitarre
Philipp KrÀutli Gitarre
Vincent Hofmann Bass
Mike Hasler Tasten
Dominik Deuber Schlagzeug
(v.l.n.r.)

Plankton lassen sich nicht von irgendwelchen Strömungen treiben. Sie gehen ihren Weg unbeirrt in die eigene Richtung. Die fĂŒnf Jungs denken bei «Mundartrock» nicht an bekannte Grössen und Bluesrock mit SĂŒdstaatensehnsucht. Nein: Plankton orientieren sich an niemandem und kreieren einen ganz eigenen Sound.

Wenn die fĂŒnf Freunde, die irgendwann im letzten Jahrtausend mit dem gemeinsamen Musizieren angefangen haben und jetzt nicht mehr damit aufhören können, zusammen auf der BĂŒhne stehen, wird’s entsprechend stimmig: Die Band sitzt live wie 'ne Eins! Grosse Chöre, blindes VerstĂ€ndnis, exzessiver Rock'n'Roll und gut gehĂŒteter Sex-Appeal machen Plankton zu einer atemberaubenden Tanzkapelle. Plankton garantieren Unterhaltung, ohne Gefahr zu laufen, ins Triviale oder gar OberflĂ€chliche abzudriften. Die fĂŒnf Winterthurer haben Strassen in Deutschland und der Schweiz ebenso unsicher gemacht, wie renommierte Klubs vom Schlag einer SchĂŒĂŒr oder eines Abart.

Die Zuschauer werden bei den Konzerten des charismatischen Quintetts Teil der Show; einer Show, die typisch Plankton ist: Tiefgang ist garantiert, egal ob mit oder gegen die Strömung. Oder wie Wikipedia schreibt: «Plankton (altgr. ‚das Umherirrende‘ veraltet Auftrieb) ist die Bezeichnung fĂŒr Organismen, die im Wasser leben und deren Hauptmerkmal es ist, dass ihre Schwimmrichtung von den Wasserströmungen vorgegeben wird.» Sprich: Plankton muss sich nicht zwingend so bewegen, wie die Strömung es tut. Viel eher halten die fĂŒnf dagegen.

Auf ihrem Album «RĂ€tselkönig», dem dritten in der Bandgeschichte, geben sich die Winterthurer entsprechend vielseitig: Songs wie «TĂȘte-Ă -TĂȘte» - die Nummer rollt unaufhaltsam vorwĂ€rts - kommen very britisch; ebenso der Opener «Alli warted» oder «Taxi». «Muure» hingegen wird zum stillen Kleinod, und der Closer «Alti Rocker vertriibe» dĂŒmpelt im Walzer-Schritt dem unausweichlichen Ende entgegen. Vielleicht ist es Selbstironie, vielleicht ist der der Hang zum Skurrilen, vielleicht ist es eine Prise Wahnsinn, die Plankton vorantreibt. Wer sonst wagt sich im grĂŒnen 21. Jahrhundert, ungehemmt ĂŒber die «Scheissnatur, du alti kapitalistischi Schlampe» zu motzen und festzustellen: «Mir sind fĂŒr die Schwache. Bi dir gĂŒnned immer nur die Schtarche.»

Planktons PrunkstĂŒck ist zweifellos «Madame Giraff»: Das Lied ist eine Ode an die Liebe, vorgetragen mit viel BlĂ€ser-Support, angerichtet mit einem Hang zur Opulenz, ohne dieser aber zu verfallen. Genau so, wie Liebe sein muss! «Angefangen als akustische Troubadour-Nummer ĂŒbernimmt im zweiten Teil eine Bigband das Zepter und versetzt mich flugs ins Italien der Nachkriegszeit», sinnierte ein Journalist ĂŒber den Song. Zeitreisen mit Plankton? Durchaus denkbar. Wer in der Hoch-Zeit der Konsumgesellschaft ein Requiem auf «de letscht VerchĂ€ufer» schreiben kann, kann bestimmt auch zeitreisen...

Geschichte und Diskographie

  • 1997 - Reto Karli (Gesang, Gitarre), Vincent Hofmann (Bass), Philipp KrĂ€utli (Gitarre) und Matthias KrĂ€utli (Schlagzeug) grĂŒnden Plankton.
  • 1999 - Planktons erste 4-Track EP erscheint, Stefan Bosshart (Tasten) stösst zur Band.
  • 2001 - Plankton unterschreiben beim ZĂŒrcher «Musikvertrieb» einen KĂŒnstlervertrag fĂŒr zwei Alben.
  • 2002 - Das DebĂŒtalbum «Lieblingslieder» und der dazugehörige Videoclip «Happy End» erscheinen.
  • 2005 - Plankton veröffentlichen ihr zweites Album «Hallo Erde». Die Songs «Die wo nid chönd Tschutte» (mit einem Gastauftritt von Beni Thurnheer) und «DĂ©jĂ  Vu» werden als Videoclip umgesetzt.
  • 2006 - Matthias KrĂ€utli (Schlagzeug) verlĂ€sst die Band.
  • 2007 - Dominik Deuber (Schlagzeug) stösst zur Band.
  • 2008/09 - Deutschlandtour (Clubs und Strassenmusik) und Aufnahmen fĂŒrs dritte Album «RĂ€tselkönig».
  • 2009 - Im MĂ€rz erscheint «RĂ€tselkönig» bei BoxtĂžn/Irascible. Tour (Clubs und Strassenmusik). Der Song «Scheissnatur» wird als Videoclip umgesetzt.
  • 2010 - Das Remix-Album «Elektronisch» mit BeitrĂ€gen von befreundeten Musikern erscheint.
  • 2021 - Dominic Bretscher ersetzt Stefan Bosshart an den Tasten.

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